Unbekannt in meiner Hand – von Carla Muth
- Brigitte Leeser
- May 25, 2020
- 2 min read
Ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es einfach nur! Das waren meine einzigen Gedanken in den letzten 15 Minuten, seit meine Eltern mich dazu verdonnert hatten, mein Zimmer auszumisten. Daher ging ich jedes Teil einzeln durch. Huch, was ist denn das? Ich hielt ein Foto in der Hand, auf der eine Frau zu sehen war, die ich nicht kannte. Das Foto musste uralt sein, zudem kannte ich die Frau nicht. Wie konnte das sein? Ob meine Mutter oder mein Vater sie kannten? Ne, mit denen wollte ich erst einmal nicht reden, da sie mich zum Aufräumen und Ausmisten gezwungen hatten.
Ich könnte Oma fragen. Nanu? Was ist denn das? Auf der Rückseite des Bildes ist ja eine Adresse. Es ist eine Straße in unserer Stadt, gar nicht weit von hier. Aber, wie komme ich dahin? Ich nehme am besten das Fahrrad. Und meine Eltern? Ich sage ihnen einfach, dass ich einer Freundin kurz etwas vorbeibringen müsste.
Super, hat ja gut geklappt! Also, ich hatte gedacht, dass es weiter weg wäre, naja, umso schneller bin ich wieder zuhause. Hm, das Haus sieht alt aus. Da wohnt bestimmt keiner mehr. Ich kann ja mal kurz klingeln gehen.
Warum steht denn die Tür einen Spalt auf? Soll ich einmal nachgucken? Ne, das ist Hausfriedensbruch! Naja, vielleicht sollte ich doch? Ich schaue ja nur kurz und nehme auch nichts mit! Die Tür ist aber ganz schön verklemmt!
Puh, hier stinkt es nach sehr abgestandener Luft! Das ist echt widerlich! Nanu, hier ist ja noch ein Bild von dieser Frau. Soll ich mich bemerkbar machen? Nein, lieber nicht! Was war das? Bestimmt nur eine Katze! Aua! Eine eiskalte Hand packte mich grob am Arm!
Mir gefällt die Länge deiner Geschichte, denn obwohl sie nicht lang ist, konnte sie mich fesseln und das Ende ist wirklich gruselig.